Der Schöpfer der Colourstrings-Methode ist der ungarische Geiger Geza Szilvay. Colourstrings ist ein umfassender Lehrplan, in dem sowohl die elterliche Verantwortung und das Verständnis eines Kindes gut erkennbar sind.
Colourstrings genießt auf der ganzen Welt einen ausgezeichneten Ruf, eine auf genauso intuitive wie unterhaltsame Art und Weise qualitativ hochwertige Musikausbildung vom Kindergarten bis zum akademischen Niveau zu vermitteln.
Es handelt sich um eine auf das Kind konzentrierte Methode, die auf Harmonie und ständige Balance zwischen der Entwicklung von Gehör, Instrumentaltechnik, Musiktheorie und Emotionen abzielt. Colourstrings beschränkt sich nicht auf das Erlernen der Spieltechnik eines Instruments, sondern bietet dem Kind ein vollständiges „Musikpaket“: Singen, Hören, Spielen, Lesen und Verstehen sind also inhärent.
Colourstrings spricht viele Sinne an, während das gewählte Thema vermittelt wird. Die Methode verwendet farbige Symbole und Bilder, um komplexe Konzepte zu vermitteln. Die Noten sind bunt, anregend, ermutigen Kinder, ihr musikalisches Abenteuer zu beginnen, und ermöglichen jedem Kind, sein musikalisches Potenzial durch Spiel und Kreativität beständig weiter zu entwickeln. Géza Szilvay reduzierte die musikalische Notation auf das Wesentliche und fand farbenfrohe, lebendige Symbole, die komplexe musikalische Inhalte auf einfache, aber relevante Weise erklären.
Die Colourstrings-Methode basiert auf der Kodaly-Philosophie – alles beginnt mit dem Singen, um das innere Gehör zu entwickeln.
Vor dem Spiel des Instruments singen Kinder Stücke und Lieder in Solmisation und übertragen dann ganz einfach das erlernte Klangkonzept auf das Instrument.
Colorstrings-Materialien haben die sogenannte „Creative Sites”, die die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung bieten durch: Kolorieren, Kopieren, Komponieren, Transponieren, Improvisieren.
Das Notenlesen ist ein äußerst wichtiger Aspekt der Colourstrings-Methode. Laut dem Erfinder der Methode bringt das Unterrichten eines Instruments ohne Notenlesen schnelle und attraktive Ergebnisse, beraubt aber gleichzeitig das Kind der komplementären Entwicklung von Technik, Intellekt und Emotionen, indem die volle Geigenaktivität auf Nachahmung und Reproduktion von Fragmenten reduziert wird. Eine Fähigkeit, die durch mehr als einen Sinn erworben wird, ist tiefer und nachhaltiger. Die fünf Notenlinien werden Schritt für Schritt, fast unmerklich, erreicht. Die Farben, visuellen Bilder und das vereinfachte Notensystem widersprechen nie der herkömmlichen Notation, sondern folgen ihr auf natürlichem Weg.
Die Unterrichtsmethode von Colourstrings basiert hauptsächlich auf Einzelunterricht; Gruppenunterricht ist jedoch eine wertvolle Ergänzung zum Einzelunterricht. Dank des kinderfreundlichen Notationssystems ist es möglich, Gruppen ab der ersten Klasse zu bilden. Die Lehrbücher wurden in dem Wege konzipiert, um auch für den Gruppenunterricht gebraucht werden zu können. Der Gruppenunterricht führt auf natürlichem Wege zum gemeinsamen Kammermusikspiel.
